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amnesty international

Einsatz für die Menschenrechte

Von der Menschenrechtsorganisation amnesty international (kurz ai) haben die meisten Menschen wohl schon ein Mal gehört. Nicht jeder weiß, dass sich dahinter eine weltweit tätige, internationale Organisation verbirgt, die bereits 1977 für ihre weltweite engagierte Arbeit mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde.

Doch wer verbirgt sich hinter ai? Was sind die Ziele und wie arbeitet diese Organisation? Und zu guter letzt – was kann der einzelne dafür tun? All diese Fragen möchte ich euch auf den nächsten Seiten erläutern. Viele Texte wurden von amnesty international ganz oder teilweise übernommen – dafür vielen Dank.  Jeden Monat präsentiere ich hier auch eine aktuellen Fall von amnesty, außerdem ein Portrait über die Arbeit von ai in Freiburg. Und zu guter Letzt ein Bericht über MerSi, eine besondere Arbeitsgruppe von amnesty, die sich gegen die Diskriminierung von Schwulen und Lesben engagiert.

Wie amnesty international „geboren“ wurde

Heutzutage ist ai eine weltweit operierende und anerkannte Menschen- rechtsorganisation mit über 1 Million Mitgliedern und Förderern in 140 Ländern. Inzwischen sind ai-Gruppen in 100 Staaten registriert, davon eigenständige Sektionen in 56 Ländern. Bei ihrer Arbeit beruft sich amnesty international auf die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, wie sie 1948 von der UNO verabschiedet wurde.

Wie bei allen großen Ideen, war Ärger der Geburtshelfer auch dieser Organisation. Peter Benenson, ein englischer Rechtsanwalt, las 1961 einen Zeitungsartikel über die Verhaftung zweier portugiesischer Studenten. Diese wurden 1961 in Lissabon verhaftet, weil sie in einem Lokal deutlich hörbar auf die Freiheit anstießen.
Diese Nachricht empörte ihn dermaßen, dass er sich zum handeln veranlasst sah. Er wollte nicht länger zusehen, wie Menschen allein wegen ihrer Gesinnung ins Gefängnis gesperrt werden. Aber was tun?

Er schrieb einen ganzseitigen Artikel, der am 28. Mai 1961 unter dem Titel "The Forgotten Prisoners" („Die vergessenen Gefangenen“) im Observer erschien. Darin machte Benenson auf das Schicksal politischer Gefangener aufmerksam, die wegen ihrer politischen Einstellung inhaftiert, gefoltert und ermordet wurden. Er rief die Leser dazu auf, sich in Briefen an die Regierungen für diese Menschen einzusetzen.

Dies war die Geburtsstunde von amnesty international. Die deutsche Sektion nahm ihre Arbeit bereits zwei Monate nach Gründung der internationalen Organisation auf. Zu ihren GründerInnen zählen die Autorin Carola Stern und der Journalist Gerd Ruge.
ai war zunächst als einjährige Kampagne gedacht, die jedoch viel schneller wuchs, als sich das irgendjemand vorstellen konnte.

Aus den sieben nationalen Sektionen, die im ersten Jahr entstanden, ist heute eine weltumspannende Organisation geworden, deren Arbeit mit der Verleihung des Friedensnobelpreises im Jahre 1977 international anerkannt wurde.

Heute hat amnesty beratende Funktion bei der UNO, gilt das Wort von ai immer noch als rettende Stimme der vergessenen Gefangenen. Heute hat ai seinen Sitz in London. Das internationale Sekretariat dort beschäftigt 350 hauptamtliche und 100 ehrenamtliche Mitarbeiter aus über 50 Nationen.

 

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