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Stocker
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Der erste November 2009 wird für immer in die Vereinsgeschichte des SC Freiburg eingehen. Nicht weil besondere sportliche Erfolge oder Misserfolge erzielt wurden. An diesem Tag verstarb plötzlich und unerwartet Vereinspräsident Achim Stocker im Alter von 74 Jahren. Ein unerwarteter Tod, der den ganzen Verein, ja die Stadt in eine Art ungläubige Schockstarre versetzte. Achim Stocker hat 37 Jahre als Präsident die Geschicke des Vereins geleitet – und diesen dabei geprägt wie niemand anders in der über 100-jährigen Vereinsgeschichte. Was Achim Stocker mit seiner unverwechselbaren Art in Freiburg geschaffen hat, ist in seiner Art – und ganz besonders im heutigen Profisport – einzigartig und unerreicht. Für sein unermüdliches Wirken für den Verein, den Fussball in Freiburg und der Region kann man kaum Worte finden. Für viele Fans bundesweit waren und sind Achim Stocker und der SC Freiburg eins.

Um sich von Achim Stocker zu verabschieden, hatte der Verein im Vorfeld der Beerdigung, die im kleinsten Familienkreis stattfand, Vormittags zu einer Gedenkfeier in das Stadion geladen, das über Jahrzehnte die „Heimat“ von Achim Stocker war. Mehrere tausend Gäste folgten der Einladung. Darunter zahlreiche Freunde, ehemalige Spieler und Aktive des Vereins, die obligatorische Lokalprominenz  - und viele Fans, die Achim Stocker auf seinem letzten Weg die Ehre erweisen wollten. Im Stadion waren neben Ministerpräsident Günther Oettinger, Ligapräsident Reinhard Rauball und dem kompletten Kader des SC Freiburg auch zahlreiche Vertreter aus der Fussballwelt – darunter Nationaltrainer Jogi Löw, ehemalige SC-Spieler wie Jörg Schmadtke, Jens Todt oder Alexander Iashvili, SC-Mitarbeiter wie Ex-Trainer Achim Sarstedt, Martin Braun oder Andreas Bornemann.

Der Sarg Achim Stockers, der in der Mitte des Stadions aufgebahrt wurde, war links und rechts flankiert von Schülern der Freiburger Fussballschule – eine weitere Institution, die Achim Stocker ins Leben gerufen hat, und die ihm stets besonders am Herzen lag. Wie sehr der Verlust dieses Menschen den Anwesenden nahe ging, wurde besonders deutlich, als bereits in der ersten Viertelstunde der Zeremonie ein halbes Dutzend der Schüler mit Kreislaufschwäche vom Platz gebracht und versorgt werden musste. Die Feier wurde eröffnet von Dompfarrer Claudius Stoffel, der das bekannte Freiburger T-Shirt mit der Aufschrift „Wir sind dann mal oben“ zeigte – und das Jahr 2009 untrennbar mit dem Aufstieg des SC und dem „Aufstieg“ von Stocker nach oben in Verbindung brachte. Danach folgten die Reden von Ministerpräsident Oettinger, Ligapräsident Rauball, Freiburgs OB-Salomon und zu guter letzt für den SC Freiburg, Stockers langjähriger Wegbegleiter Gundolf Fleischer. Als am Ende der Sarg aus dem Stadion getragen wurde und die Fussballhymne You never walk alone erklang, stand das ganze Stadion in Trauer und Anteilnahme vereint und verabschiedete einen geliebten und verehrten Menschen, dessen Wirken sich in Worten kaum beschreiben lässt.

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