Holzi gegen Todesstrafe
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Tonbandgerät


Ich bin ja was Musik angeht, so der eher leidenschaftliche Typ. Irgendwie der klassische Fan. Nicht der Typ Stalker, aber begeisterungsfähig. Und nicht zu verleugnen – gerade deutsche Popmusik ist eine meiner favorisierten Musikrichtungen. Ob Grönemeyer, Nena oder Rosenstolz – ich habe sie alle lange Jahre begleitet, geliebt, mit Leib und Seele unterstützt. Wobei Rosenstolz meine wohl größte Leidenschaft war. Nach deren Auflösung war klar – irgendwie fehlt was. Ein Künstler, eine Band, irgendeine Musik die mich berührt und mein Herz begeistert. An der ich mich entlanghangeln kann und die mich wie ein musikalischer Herzschlag begleitet.

Wie eigentlich immer wurde ich irgendwann mehr zufällig auf eine Band Namens Tonbandgerät aufmerksam. Vier junge Leute aus dem Hamburger Umfeld. Zunächst waren es mit Isa und Sophia zwei Schwestern, die eine Schülerband gründeten. Dann stieß Ole dazu und später vervollständigte Jakob die Stammbesetzung von Tonbandgerät. Zu Beginn ihrer Karriere im Jahre 2008 die ersten Auftritte „auswärts“, außerhalb des gewohnten „Hamburger Rahmens“.

In Freiburg tauchten die vier das erste Mal als Vorband von Bosse im Jazzhaus auf, bevor sie die Tournee zu ihrer ersten CD im Winter 2013 in Schmitz Katze führte. Die rund 200 Fans dort feierten ein begeistertes Fest. Das mich, der Kreis schliesst sich, irgendwie an die ersten Rosenstolz-Konzerte der späten 90er-Jahre im Jazzhaus erinnerte. Wie auch immer, kategorisiert als „Indiepopband“ ist ihre Musik frisch, lebendig, Texte aus dem Leben. Oft muss ich zwei Mal hinhören, denn das norddeutsche Pop-Gesinge ist nicht in jeder Zeile auf Anhieb zu verstehen. Obwohl man ja sagt, die sprechen hochdeutsch „da oben“. Ja, singen und sprechen sind zweierlei. Aber so lohnt sich das bewusste hören der Songs umso mehr.

Aber – die CD ist das eine, die Band live zu erleben, ist das andere. So tolle Lieder, so tolle Stimmung auf den Konzerten. Ich kann nur empfehlen – CD in Ruhe anhören und vor allem, live erleben. Schaut mal auf youtube, ich kann nicht mal einen bestimmten Song empfehlen. Die sind fast alle so toll, dass die Konzerte einfach eine einzige Party sind. 2015 haben sie ihr zweites Album „Wenn das Feuerwerk landet“ veröffentlicht. Ich hatte das Glück, bei ihrer Minitournee zum Abschlusskonzert in Hamburg dabei zu sein (ein paar Fotos weiter unten). Es war ein absolut großartiges Konzert in der „Großen Freiheit 36“. Und ich freue mich jetzt schon auf die Herbst-/Wintertournee, auf weiter Alben und eine Musikkarriere, die ich hoffentlich ebenso intensiv weiterverfolgen kann, wie über viele Jahre bei Rosenstolz. Wie das nun mal so ist bei kleinen „Underground“-Bands….bisher ist die Zahl der Alben überschaubar, die Zahl der Fans und der Menschen, die den Namen sofort einordnen können, ebenfalls. Aber ganz ehrlich? Mir ist das vollkommen egal. Die Musik ist so mitreissend und die Konzerte einfach eine tolle Party. Unvergessliche Abende die man nie vergisst. So wie der Rosenstolz-Part dieser Homepage über die Jahre gewachsen ist, so hoffe ich, auch dieser Bereich hier wird mit den Jahren wachsen. Ich lasse mich überraschen.

Wir haben uns mal geschworen, wir werden nie erwachsen.
Wir werden einfach älter und den Rest werden wir lassen.
Und ich glaub, das kriegen wir auch sehr gut hin.
Was wir haben ist alles ein Geschenk.
Naivität ein Privileg, müssen uns niemandem erklären.
Und mit dir sind auch die kleinsten Sachen schön.
Zum Kiosk laufen, Bier kaufen und nachts durch die Straßen gehen.
Ich wollt dich eigentlich zum Tanzen bringen.
Doch der Augenblick ist grad viel zu schön.
Und jetzt steh ich hier: Sekundenstill.


Aus dem Song Sekundenstill – wenn auch die Konzerte nicht eine Sekunde „still“ sind. Einer meiner vielen Lieblingssongs…kann mich einfach nicht entscheiden.

Kostproben vom Hamburger Konzert findet ihr beispielsweise im Song “Auf 3” oder auch “Irgendwie anders
 

Tonbandgerät

 

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Finale